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"Sophie-Brahe-Gemeinschaftsschule"

Seit dem 06.10.2016 heißen wir nicht mehr nur "Sophie-Brahe-Schule" sondern tragen nun die besondere Schulart in unserem Schulnamen. Wir sind die:

"Sophie-Brahe-Gemeinschaftsschule".

Dies wurde durch die schulischen Gremien beschlossen und durch das Bezirksamt und die Senatsverwaltung genehmigt. Damit wollen wir im Schulnamen die Schulform als programmatisches Alleinstellungsmerkmal deutlich machen.

Namensgebung

Seit 2006 trug die ehemalige Realschule den Namen "Sophie-Brahe-Schule". Nach der Fusion mit der "Grundschule am Heidekampgraben" zur 2. Gemeinschaftsschule Treptow-Köpenick war der Wunsch einer großen Mehrzahl der Schüler und Schülerinnen, Lehrkräfte und Erzieherinnen sowie der Eltern der Grund- und Mittelstufe, diesen Namen auch als Gemeinschaftsschule weiter zu führen. Die schulischen Gremien stimmten dafür und ließen den Namen bei der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung vornotieren. Nach dem einstimmigen Votum der Schulkonferenz im Dezember 2010 erhielten wir durch das Bezirksamt den Namen "Sophie-Brahe-Schule" (Gemeinschaftsschule). 

Sophie Brahe

Wer war eigentlich diese berühmte Frau, die unserer Schule den Namen gab?
Sophie Brahe imponierte durch ihre wissenschaftliche Leistungen, ihre immer währende Neugier und ihren Forschungsdrang. Selbst in Zeiten, die nur ihrem Bruder Anerkennung für seine Forschung zollten, ließ sie sich nicht davon abhalten zu forschen und zu studieren. Autodidaktikin, Mutter, Ehefrau, Verwalterin, Ärztin und Alchimistin blieb sie lange Zeit ungeehrt bis sie im letzten Jahrhundert wieder entdeckt und aus dem brüderlichen Schatten hervorgeholt wurde.
Wichtig für die heutige Wissenschaftsgeschichte sind vor allem ihre Erkenntnisse auf dem Gebiet der Astronomie, die grundlegend die Arbeit von Johannes Kepler beeinflussten.
Die Arbeit in der Sternwarte auf Uraniborg in Dänemark prägte ihr Leben.
Leitend für unsere Schule, unser Lernen und Arbeiten soll die Energie und Wissenschaftsliebe, die Neugier und der Wissensdurst Sophie Brahes sein. Ihre uneitle Art, nicht nach Ruhm sondern nach neuem Wissen zu streben und dieses festzuhalten für weitere Generationen, beeindruckt uns ungemein.
Auch in Treptow steht eine Sternwarte, in der Wissenschaftler seit mehr als

100 Jahre wirken und ihr Wissen der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen wollen.
So verbindet sich ideell Uraniborg mit Treptow. Der Wissendurst des

16. Jahrhunderts beflügelt den des 21.

Kurzbiografie

Sophie Brahe (1556 - 1643) berühmte Astronomin, Ärztin, Historikerin und Alchimistin
24. August 1556 geboren in Knudstrup (Dänemark) als 10 Jahre jüngere Schwester ihres Bruders Tycho. Autodidaktisches Studium der Astronomie und Mathematik und Unterricht beim Bruder.

Sophie Brahe forschte als Astronomin in Dänemark. Ihre Familie gehörte dem niederen Adel an. Sehr viel bekannter als sie wurde ihr älterer Bruder, der Astronom Tycho Brahe.Mit eigens angefertigten, verbesserten astronomischen Beobachtungsinstrumenten konnten die Geschwister Brahe mit bis dahin unbekannter Präzision arbeiten. Das Fernrohr war ihnen allerdings noch nicht bekannt. Die Brahes führten die ersten regelmäßigen und langfristigen Beobachtungen in Europa über die Stellung der Fixsterne und der Planeten durch und verfassten einen Fixsternkatalog von tausend Gestirnstandorten.Sophie Brahes Leistungen als Astronomin wurden nie eigenständig gewürdigt. Ihr Anteil an der gemeinsamen Arbeit mit ihrem Bruder läßt sich wohl nicht mehr klären, da über ihr Leben und ihre Arbeit heute kaum noch Aufzeichnungen existieren. Bezeugt sind ihre hervorragenden Kenntnisse in Mathematik und Astronomie durch eine Beschreibung des Philosophen Gassendi in seiner Biographie Tycho Brahes.Das kosmologische System der Brahes stand im Widerspruch zum von der katholischen Kirche propagierten ptolemäischen Weltbild, in dem sich alle Gestirne (Sonne, Planeten und Sterne) um die feststehende Erde drehen und keine Veränderungen in der Fixsternsphäre stattfinden. Schon die Beobachtung einer Nova im Jahre 1572, die Tycho Brahes astronomisches Interesse geweckt hatte, paßte nicht in dieses Weltbild. Die Brahes gingen außerdem von der Annahme aus, daß nur Sonne und Mond um die sich drehende Erde kreisen, die anderen Planeten jedoch um die Sonne. In ihrem Weltbild stand also noch die Erde im Mittelpunkt, während Kopernikus schon davon ausgegangen war, daß die Sonne im Zentrum steht.

Die Beobachtungen der Geschwister Brahe waren die Grundlage für die Forschungen von Johannes Kepler, dem Nachfolger Tycho Brahes in Prag, der aufgrund ihrer detaillierten, umfangreichen Aufzeichnungen die Ellipsenbahnen der Planeten erkannte, obwohl er eigentlich auf der Suche nach idealen, vollendeten Kreisbahnen war.

Quellen:
Ernst Probst: "Superfrauen 5 - Wissenschaft" .

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