

Im Rahmen der Regionalen lokalen Residenz am Spreepark ArtsSpace hat das Künstlerinnenkollektiv wild seed, Sarah Wenzinger und Sarah Afua Asante Ntiamoah, über zwei Schuljahre in Kollaboration mit unseren Schülerinnen aus einem Kunstkurs von Frau Wünsche zusammengearbeitet.
Das Projekt hat sich auf verschiedene Weisen mit dem Spreepark beschäftigt. Unsere Schüler*innen wurden vom Spreepark, von einer Ausstellung, Gesprächen oder Beobachtungen inspiriert. Ausgehend davon wurde nach passenden künstlerischen Methoden und Formaten, um diese Themen zu “untersuchen”. Ziel war es, künstlerische Forschung als offene Arbeitsweise kennenzulernen. Es ging nicht darum, von Anfang an zu wissen, welches Ergebnis entstehen soll. Stattdessen wurde ausprobiert, beobachtet, verworfen, verändert und weitergedacht. Die Schüler*innen konnten dadurch viele unterschiedliche künstlerische Techniken und Zugänge kennenlernen und auf dem Weg vielleicht etwas entdecken, das ihnen Freude macht und das sie selbst weiterführen möchten.
wild seed arbeitet mit Mitteln der künstlerischen Forschung, räumlicher Praxis, Keramik, Kochen, Gestaltung und situiertem Wissen. Damit ist gemeint: Wissen ist nicht neutral, sondern entsteht aus einer konkreten Situation heraus. Es hängt davon ab, wo wir sind, wer beteiligt ist, welche Erfahrungen wir mitbringen und wie wir auf einen Ort schauen. Im Projekt wurde der Spreepark deshalb nicht nur als Thema behandelt, sondern als Nachbar, Material, Archiv und Mitspieler verstanden. Im Fokus stehen dabei Erzählungen, Wissen, Themen und Akteur*innen, die in gewöhnlichen Zusammenhängen oft übersehen werden.


In jedem Forschungscluster haben wir eine gemeinsame Archivküche veranstaltet. Wir haben gemeinsam Pflanzen im Plänterwald gesammelt, gekocht, gebacken, gegessen und geteilt. Dabei ging es nicht nur ums Essen. Über Geschmack, Geruch und gemeinsames Zubereiten haben wir den Spreepark anders erforscht. Die Archivküche wurde zu einem wichtigen Ort des Zusammenkommens.


Eine unserer Fragen war: Was ist Vergnügen? Wer hat Zugang dazu? Und wie klingt, riecht oder schmeckt ein Ort des Vergnügens? Wir haben partizipative Befragungen gemacht, Spaziergänge im Spreepark unternommen, in die Parkgeschichte zurückgeblickt, großformatige Collagen entwickelt und in der Archivküche gemeinsam gekocht und geteilt.




Die Ausstellung der Produkte unserer Schüler*innen kann noch bis zum 1. November 2026 im Spreepark besichtigt werden.
